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Debattierwettbewerb

Artikel von:

Frau Dietzel

29. Januar 2026

„Wir sind nicht auf diese Welt gekommen, damit wir es gemütlich haben.“

– dieses Zitat von Herbert Wehner spiegelt treffend den schulinternen Debattierwettbewerb wider, der am 29.01.2026 am Christoph-Graupner-Gymnasium Kirchberg stattfand. Denn gemütlich war hier nichts – gefragt waren Haltung, Mut und die Bereitschaft, sich anspruchsvollen Fragen zu stellen.

Ganz im Sinne von Jugend debattiert ging es darum, die Komfortzone zu verlassen, Argumente zu prüfen, Gegenpositionen auszuhalten und die eigene Meinung klar zu vertreten. Bewertet wurde dabei nach den zentralen Bewertungsprinzipien:

🔹 Sachkenntnis – wer diskutiert, muss wissen, wovon er spricht
🔹 Ausdrucksvermögen – präzise Worte statt leerer Phrasen
🔹 Gesprächsfähigkeit – zuhören, reagieren, respektvoll bleiben
🔹 Überzeugungskraft – andere mit guten Argumenten erreichen

Dass Debattieren nichts mit Bequemlichkeit zu tun hat, zeigten auch die Debattenfragen.
In der Altersgruppe 1 wurde zum Beispiel debattiert: „Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen?“ – eine Frage, die Verantwortung einfordert und Gewohnheiten infrage stellt.
Noch unbequemer wurde es in der Altersgruppe 2 mit der Frage: „Soll das Wahlalter zur Bundestagswahl auf sieben Jahre gesenkt werden?“ Hier prallten unterschiedliche Vorstellungen von politischer Teilhabe, Reife und Demokratie aufeinander – engagiert, sachlich und respektvoll.
Immer wieder wurde deutlich: Wer debattiert, sucht nicht den einfachen Weg. Ganz im Sinne Wehners geht es darum, sich einzumischen, Position zu beziehen und auch unbequeme Gedanken auszuhalten.

Der Wettbewerb zeigte eindrucksvoll, dass Schule ein Ort sein kann, an dem man lernt, es sich eben nicht gemütlich zu machen, sondern Verantwortung zu übernehmen.

Besonders ist dies in der Altersgruppe 1 (Klasse 8) Fabienne Kobelt, Karlsson Fischer, Jeska Wichert und Lilly Naumann gelungen.

Als Bestplatzierte in der Klassenstufe 11 (Altergruppe 2) stellten sich außerdem Annabell Glaubitz, Toni Kirchhof, Lilli-Marie Meyer und Felix Linke heraus.

Die benannten Schülerinnen und Schüler werden ihr Können am 12.3.26 zum Regionalwettbewerb erneut unter Beweis stellen. Dafür wünschen wir schon jetzt treffende Worte, schlagkräftige Argumente und Debattierfreude.

Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben: an alle eifrigen Debattantinnen und Debattanten sowie die souveräne Jury – ihr habt bewiesen, dass engagiertes Streiten verbindet. Es war eine wahre Freude!

Constanze Dietzel, Schulkoordinatorin Jugend debattiert

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